Mit dem HRZ Camper in 180 Tagen nach China, auf der Seidenstrasse zurück.

 

Abenteuer pur durch RUSSLAND, MONGOLEI, CHINA, KIRGISTAN, USBEKISTAN, TURKMENISTAN, IRAN, ARMENIEN, GEORGIEN, an den 8 Visa-Länder-Grenzen haben wir 64 Stunden „verbraucht“ (der Amtsschimmel wiehert dort laut und lang!)
 
Während 35000 km durchfuhren wir Sibirien, die Wüste Gobi, östlichster Punkt war nach Peking das Gelbe Meer, zurück ging es auf der Seidenstraße, ein Traum von 1001 Nacht. Entlang des Himalaja auf über 4000 m, nahe Tibet, standen die Wüste Taklamakan und das Tarim-Becken auf dem Plan. Wir fuhren weiter westwärts durch die Kavir-Gebirgswüste im Iran an den Persischen Golf, dann folgte die Kaviar-„Heimat“ das Kaspische Meer. Das Landschaftsbild änderte sich ständig, es war immer abwechslungsreich und spannend.
 
Unsere europäischen Großstädte wirken im Vergleich zu den fernöstlichen und asiatischen Megastädten wie große Dörfer, ein anderer Fahrstiel, Schilder die man nicht lesen kann, Karten die nicht stimmen, das war nicht immer ganz einfach, aber… wir haben unsere jeweiligen Ziele erreicht und unser Reisemobil ohne eine Beschädigung zurückgebracht.
 
Bei der Versorgung der lebensnot-wendigen Dinge, wie Wasser, Essen und Trinken, Gas, Diesel brauchte es Geduld, Spürsinn und Flexibilität, oftmals mussten wir das kaufen was es gerade gab und das ging auch.
 
Alle Asiaten wollen einem ständig die Hände schütteln, aber Sauberkeit und Hygiene waren oftmals um uns herum ein Fremdwort, auch das haben wir gemanagt, wir haben in diesen 6 Monaten nicht 1 mal die Reiseapotheke auspacken müssen!
 
Durch unsere mobile Art des Reisens haben wir sehr viele, andere Menschen, Kulturen, Religionen und Bräuche kennen gelernt und sehr persönliche Be-kanntschaften gemacht, in allen Ländern wurden wir freundlich und herzlich begrüßt und aufgenommen, manchmal haben wir uns die Frage gestellt, würde das bei uns zu Hause mit Menschen aus z.B. Russland oder aus der Mongolei oder aus einem anderen fremden Land, auch so sein?
 
Wir haben eine andere Welt kennen gelernt, die uns sehr oft zum Nachdenken gebracht hat, sehen wir diese Länder in der Realität, oder durch die Medienbrille, gibt es nicht eine Reihe von Dingen die sie gut oder sogar besser machen als wir im Westen?  
 
Es war keine Komfortreise sondern eine anstrengende Abenteuer- und Erlebnis-reise, wir würden sie sofort wieder starten!
 
Roswitha und Manfred Herrmann